Protokoll Freitag, 18.12.09 – Gespräch mit Herr Fix im Anschluss an die Senatssitzung

Protokoll Freitag, 18.12.09

Gespräch mit Herr Fix im Anschluss an die Senatssitzung

Fix:   offensichtlicher Bedarf eines Gespräches

Möglichkeit wäre dagewesen, zum Ausschus hereinzukommen

Präsentation in der Aula zum Thema Hochschulhaushalt im Januar ist ja beschlossen

Frage: Ausschuss im Januar öffentlich?

Fix: zum Zuhören ja, mitdiskutieren nein

Fix: was soll besprochen werden, was ist der Sinn des kurzfristigen Protestes?

Ulrike: was wir wissen wollen:gestern erfahren, dass bestimmte Pflichtveranstaltungen aus Studiengebühren bezahlt werden. Was unternimmt die Hochschule? Wie kann es sein, dass 1/3 dieser Veranstaltungen gestrichen werden?

Begriff „Pflichtlehre“ wird erklärt… große Veranstaltungen sollen in kleinere gesplittet werden können

Fix: eigentlich ALLES in den Fächern ist Pflichtlehre, alles im Rahmen der Studienordnung

Erläuterung des ausgeteilten Zettels „Lehraufträge aus Studiengebühren“

gesetzlich darf man die Studiengebühren für alles einsetzen, nicht nur zur Verbesserung

Vor den Studiengebühren auch schon Gebühren vorhanden – Langzeitstudiengebühren

4800 Studenten: 4,8 Mio Geschwisterregelung etc. 2,4 Mio -600.000 Wegfall durch Wegfall der Langzeitstudiengebühren

Globale Minderausgabe angestiegen von 100.000 auf 900.000

Fazit: Genau 1 Mio mehr zur Verfügung als vor den Studiengebühren

Insgesamthaushalt: 25 Mio

Was macht man mit dem Geld? In der Lehre einsetzen.

Juliane:Warum werden Fahrtkosten, Betreuungslehrer etc. auch davon bezahlt?

Fix: kommen wir später noch dazu

Besser: 50 Leute / Veranstaltung statt 100…

Ist besser so eingesetzt, als für Zusatzseminare (Klettern o.ä.)

Mehr Kurse ist auch eine Verbesserung

Tatsache, dass der Staat zu wenig bezahlt

Wo die Million eingesetzt wird, ist eigentlich egal, da das Geld sowieso mehr da sein muss. Von daher setzen wir sie in der Lehre ein.

Ulrike: Vieles wird in der Lehre zur Verbesserung eingesetzt. Was wird aber getan, um das Land unter Druck zu setzen?

Studenten müssen bald vermutlich noch mehr mit ihren Studiengebühren dafür aufkommen, da sich das Land so noch mehr zurückziehen wird.

Fix: Das Land wird angegangen, die Unterfinanzierung zu verbessern. Bis 2014 darf die Hochschulfinanzierung nicht verringert werden (Solidarpakt). Passiert aber trotzdem!!

Interne Verteilung der Studiengebühren geringeres Problem

. Problem ist sehr komplex. Finanzminister muss sein Geld auch irgendwoher nehmen, das tut entscheidet er selbst

Finanzkrise als Problem. Dadurch könnte der Vertrag auch gekündigt werden

ASTA-Vertreter betreten den Raum

Fix: Wir versuchen, immer das beste aus den Mitteln zu machen. Nach außen vertreten wir die Forderung für mehr Geld in unseren Gremien. Die eigentliche Möglichkeit ist letztendlich die Wahl.

Student: Hochschule lässt sich instrumentalisieren. HS sollte sich dagegen stellen, nicht „einfach mitmachen“

Fix: „Den Karren gegen die Wand zu fahren“, um laut sagen zu können, wie schlecht es läuft, erzielt keine gesteigerte polit. Wirkung

Kommunikation muss insgesamt verbessert werden

Wenn das Geld nicht reicht, sagt der Finanzminister: Weniger Studenten aufnehmen, dann reicht das Geld auch

Es wird immer Geld verlangt, das bringt aber nichts, wenn der Finanzminister kein Geld hat

Fix: Wir müssen unsere Aufgaben erfüllen. Aber wenn wir ausgetrickst werden, müssen wir uns wehren. Die Globale Minderausgabe wird unterhalb des Landtages anhand der Finanzen bestimmt.

Mumi: Was machen wir, wenn die glob. Minderausgabe weiter steigt? Wenn „der Karren an die Wand fährt“, dann suchen wir Lösungen?

Fix:

Ulrike: Bildung wird immer so abgespeist, solange die Leute ruhig bleiben. Studentenproteste tun ihren teil dazu, dies zu ändern

Fix: kann ich so unterschreiben

Ulrike: Uns fehlt die sichtbare, greifbare Unterstützung durch die HS, das Rektorat. Wir wissen um ihre verbeamtung, dennoch wollen wir mehr Infos.

Fix: Denke, dass ich genug tue. Aber verschiedene Vorgehensweisen. Veränderung des Systems von Innen. In den Gremien etc. Rede auch mit dem Minister, mit der „studentischen“ Vorgehenseise erreiche ich nichts

Elena: Wer nur vor sich hin tüftelt, erreicht nichts.

Fix: es geht uns relativ gut in der Lehre. Forschung ist etwas hinten dran. Alles schlechtreden ist aber nicht das richtige. Es geht nicht darum mehr zu bekommen, sondern das was wir haben zu verteidigen. Mehr als akzeptieren können wir es nicht. Finde es nicht richtig, wenn ein Dozent sich als Redner solidarisiert. Rollenkonflikt, Dozent ist Teil des Systems

Mumi: kein Rollenkonflikt, der Dozent ist auch davon betroffen

Fix: Verteilung im Finanzausschuss kann verbessert werden. Guter Ansatzpunkt, wir ziehen da an einem Strang. Wo ist der tatsächliche Bedarf in der Lehre?

Filip: Steht es einem Dozent dann nicht zu, am Streik teilzunehmen?

Fix: habe ich so nicht gemeint

Mumi: Kuhandel aus dem Finanzausschuss. Keine Kriterien, welche Vorlesungen werden gestrichen?

Fix: das ist doch Unsinn.

Mumi: bestimmte Anzahl an SWS sollte gewährleistet sein. Kuhhandel

Fix: 100% Auslastung… blabla interne Verteilung musss gereglet werden. Uns geht’s gut. Stelle von da nach dort schiben. Darüber müssen wir diskutieren.

. = Hr. Walter

Elena:

Dozentt: 30 pro seminar, 80 pro vrolesung = Auslastung 100%

Elena: Irgendwas schließen und zurückfahren würde heißen die Lehre zu vermindern.

Fix: wäre es ihnen lieber, alle standorte zu erhalten im kleinen maß oder teilen wir uns auf, andere Phs übernehmen einige Fächer etc.

Fix: Gutes Argument: Die sonderpädagogik-Standorte müssen alle Fächer erhalten!

Fach Haushalt-textil: Fächerschließung um Frühlkindliche Bildung aufzubauen. Deal?

Sonst wären Frühbis an anderen Hochschulen gekommen oder FH oder Berufsakademie.

Herr Grirbitz: Karren an die wan dfahren lassen, funktioniert nicht

Mumi: SWS streichen kann aber auch nicht sein.

Fix: Blatt-erläuterung: zusätzliche Lehre

Personalschlüssel seit 2007 wurde nicht verändert. Feststehende. Über 15 Mil. Des Haushalts. Das hat nichts mit Studiengebühren zu tun.

Studentin: Es ist nicht ein zusatzangebot. Sondern das elementare.

Fix: da müssen sie sich bei den Kollegen beschweren die die listen aufstellen. Nicht bei mir.

Ulrike: Verständnis frage zum Blatt

Verena: Woraus werden Materialkosten eines faches gedeckt?

Herr Walter muss das wissen: Normaler wiese gibt es aus dem Normalhaushalt. Mit Paramtern. Und dann gibt es noch die Studiengebühren. Da entscheiden wir nicht mit. Das machen die Institute. Da müssten die Studierenden mit einbezogen werden.

Dimi: Betilgung in den Fachschaften. Warum lachen sie da? Sie können mit bestimmen in den Fachschaften.

Elena: Es muss nklar kommuniziert werden.

Student: Sie düfen nicht gegen den Protest sein. Wie glauben sie fühlen wir uns wenn sie uns ein Gesprächsangebot machen. Wir müssen uns als Bittsteller fühlen. Wir wollen keine Bitte formulieren.

Fix: Das sist das Thema der verfassten Studierendenschaft.

Student: Die Menchen haben auch bei den Wahlen, das Gefühl nicht mitbestimmen zu können. Es gibt eine Mitsprache aber keine Mitbestimmung.

Fix: Solange ich Rektor bin, waren Studenten immer mit dabei. Und durfte ihre Stimme erheben.

Merz-Attalick: ich finde es äußerst schwierig an diesem Punkt. Mumi ist mit einem Brief angekommen und sie wurden gehört und ernst genommen. In ihrere Situation, entwickeln sich natürich noch mehr Fragen. Das hat das Rektorat nicht verdient. Es geht hier nicht um konkrete Punkte. Es ist hier nicht lösungsorientiert.

Zu den Lehraufträgen: es beantragen alle. Es gibt Fächer bei denen ist es eine reine Wunschliste.

Mumi: Studentischen Vertreter haben hier sehr kritische sachen gesagt. Dass hier die Medizin- Versntaltung welche Pflicht ist für das Lehramt. Werden durchgwunken und von Studiengbühren gezahlt. Ich habe doch hier keine Mitbestimmungsrecht.

Student: Was heißt hier wir sind nicht Lösungsorientiert. Wir sind auf eine andere Lösungsorientiert.

Merz-attalick

Fix: Was würde eine Verfassten Studierendenschaften ausmachen? Ich wieß es nicht. Wir können ja ein info-veranstaltung machen.

Herr Walter: es gab früher eine V.St. Mit dem Geld wurde z.B. Heidelberg. mit dem Geld Studntenwohnheime bezahlt.Fragen an sie: Waollen sie dann Geld haben? Was wollen sie denn dann damit machen

Mumi: Wie stellen sie sich denn eine ASTA vor? Man könnte auhc das Vetorecht des Rektors abschaffen.

Walter: Das gesetz kam demokratisch zustande?

Fix: Bisher war die asta sher konstruktiv und bereichernd. Ich bin davon wirklich beeindruckt was sie hier machen. Freitagnachmittag. Ich sag das auch im Ministerium. Meine Strategie ist eine andere. Die asta hat bisher shcon einen riesenschritt gemacht. Es ist ein riesending! Nicht entmutigen lassen. Blablabla…

Nehmen sie bitte die möglichkeutn die es bisher shcoon gibt wahr. Wir haben die Leute eingeladen, es wurde aber nicht weiterkommuniziert.

Fix: Wir werden dafür sorgen, dass sie in zukunbft bei jeder Institutssitzung eingeladen werden.

Die Intsitutsleiter können sie fragen etc. Melden sie es bitte an im Sekretariat, damit sie eingeladen werden.

Merz-Attalick: in der Fakultätssitzung ist es immer auf der Liste …

Fix: Die Grundlegende Diskssion müssen wir fortsetzen näachtes mal.

Wenn wir es schaffen im dialog zu bleiben, gerne!

Z.B. einmal im Monat ein Termin.

6 Kommentare

  1. Michael Gans sagt:

    Liebe Streikenden, liebe Kolleginnen und Kollegen der Hochschulleitung,

    vielen Dank für das oben stehende Protokoll, das einen überwiegend konstruktiven Dialog dokumentiert, der hoffentlich auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird. Das halte ich für eine sehr wertvolle Kultur des Miteinander, gerade weil es konträre Auffassungen zu einigen Aspekten gibt. Das Engagement von studentischer Seite brauche ich wohl nicht mehr zu kommentieren, das habe ich bereits mehrfach getan. Auch das Engagement der Hochschulleitung im Diskurs mit den Streikenden, vor allem aber in Verhandlungen mit den Ministerien finde ich sehr lobenswert. Die PHn manövrierten sich mit Wohlverhalten in den letzten Jahren in eine äußerst deffensive Position, aus der sie sich erst wieder durch klare Positionierungen und Forderungen befreien müssen. Das Image in der öffentlichen Wahrnehmung als Institution mit Bildungsexpertise verbessert sich langsam und – nicht zuletzt dank des öffentlichen Drucks der Protestbewegung – die PHn kommen langsam aber sicher in die Offensive.
    Ich bin von Martin Fix als “Teil des Systems” für mein öffentliches Solidaritätsbekenntnis kritisiert worden. Richtig, ich habe weder durch studentisches Engagement in den 1990ern, noch durch Mitarbeit in diversen Gremien und Kommissionen als Mitglied des Lehrkörpers dieser Hochschule seit 2003 oder durch politisches bzw. gewerkschaftliches Engagement Fehlentwicklungen des Systems verhindern können. Über öffentliche Kritik an diesen Entwicklungen hinaus konnte ich, konnten wir bislang leider nichts erreichen. Und als Lehrender habe ich die Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen einzuhalten und bin als Landesbeamter der Verfassung verpflichtet. Darüber hinaus verantworte ich in einem Überlastfach zum Teil unhaltbare Zustände mit. Als Beamter habe ich aber auch ein Remonstrationsrecht, d.h. ich kann und soll Missstände und Fehlentwicklungen an meine Dienstvorgesetzten weiterleiten, was ich bei jedem Mitarbeitergespräch und jeder Sitzung des Fakultätsrates bzw. der Institutsversammlung tue. Ich bin in den vergangenen Tagen von Studenten immer wieder gefragt worden, warum ich “mitstreike”. Das tue ich nicht, darf ich auch (noch!) gar nicht. Meine Lehrveranstaltungen und Sprechstunden haben stattgefunden und meine sonstigen Dienstleistungen habe ich erfüllt. Als Staatsbrüger habe ich aber wie alle anderen ein Demonstrationsrecht und das Recht auf freie Meinungsäußerung, sofern keine Interna tangiert sind und ich als Privatperson spreche. Für mich ist die Solidarisierung mit den Streikenden kein Rollenkonflikt, denn ich sehe den Protest nicht als PH-interne Aktion, die sich direkt gegen mich als Lehrenden richtet (weshalb sich die Streikenden ja auch dazu entschlossen haben, die Lehre nicht zu bestreiken), sondern als allgemeinen und grundlegenden Bildungsstreik, der Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Universitäten gleichermaßen betrifft.
    Ich bin Vater zweier Kinder, die Betroffene des maroden Schulsystems in Baden-Württemberg sind bzw. werden, für das ich künftige Lehrerinnen und Lehrer ausbilde.
    Ich war Elternbeirat und weiß um die Sorgen, Ängste und Nöte anderer Eltern, die um jeden Preis die Hauptschulempfehlung für ihr Kind verhindern wollen. Ich sehe die Bestrebungen, Bildungsstandards bereits für den Kindergarten einführen und durchsetzen zu wollen.
    Ich bin in der Lehrerbildung tätig und sehe die zunehmende Verschulung, die Gängelung der Studierenden durch Prüfungsordnungen (wozu ich mich bereits vor 2 Jahren in b&w der GEW öffentlich geäußert habe). Gleichzeitig sehe ich in Lehrerzimmern, welche Kompetenzen von künftigen Lehrerinnen und Lehrern vor allem erwartet wird: Eigeninitiative, Eigenverantwortung, Engagement, Einfühlungsvermögen, Expertise in ihren Fächern, didaktisches Geschick und Persönlichkeit. Ich befördere durch mein Tun als Teil des Sytsems zumindest teilweise das Gegenteil dessen, was später an den Schulen gebraucht wird.
    An den Entscheidungen, die maßgeblich die Fehlentwicklungen der letzten 20 Jahre ermöglicht haben, war und bin ich nicht beteiligt. Das Hochschulrahmengesetz, die Landeslehrerprüfungsordnungen etc. wurden nicht im transparenten Meinungs- und Willensbildungsprozess erarbeitet, demokratische Teilhabe oder Mitsprache waren wenig erwünscht. Pseudobeteiligungskommissionen werden ein- und ausgesetzt und am Schluss setzen sich die Ministerialen ohnehin durch. Uns bleibt es überlassen, die Verordnungen “gängig” zu machen, d.h. eine halbwegs sinnvolle Handhabung der Vorgaben zu organisieren, die größten Schnitzer auszubügeln und kreativ zu handhaben um einen einigermaßen sinnvollen Ablauf des Studiums zu gewährleisten. Es geht also keineswegs darum, als Teil des Systems bei seiner Weiterentwicklung direkt zu partizipieren, um es sukzessive und substantiell zu verbessern. Die Verantwortung liegt in der Abfederung degenerativer Tendenzen in Gremien, die de facto entmachtet worden sind (Senat, Fakultätsrat, Institutsversammlung), in der konstruktiven Zuarbeit für eine machtvoller gewordene Hochschulleitung und einer kooperativen Haltung gegenüber einem undemokratisch zusammengesetzten Entscheidungsgremium namens Hochschulrat. Das realtiv geringe Interesse an einem gemeinsam zu gestaltenden Leitbildprozess unserer Hochschule mag auch dem tief sitzenden Misstrauen gegen angeblich transparente, demokratisch organisierte Meinungsbildungsprozesse geschuldet sein. Die Erfahrungen lehren auch mich bislang eher Skepsis gegenüber solchen Prozessen.
    Nun regt sich Kritik und Protest gegen Fehlentwicklungen, deren Verhinderung systemimmanent nicht möglich ist. Also erkläre ich mich aus tiefer innerer Überzeugung mit diesen Protesten solidarisch und verbinde damit die Hoffnung, dass Entscheidungsträger durch nachhaltigen öffentlichen Druck zu überfälligen Entscheidungen und Korrekturen gebracht werden. So funktioniert Demokratie, so werden Grundrechte angewandt und so werden vielleicht auch manche postdemokratischen Tendenzen zurückgedrängt.
    PH-intern sollten sich alle Beteiligten, also Hochschulleitung, Verwaltung, Forschung und Lehre und Studentinnen und Studenten weiterhin im Dialog üben, um destruktive Konfrontationen zu vermeiden, Entscheidungsprozesse für alle nachvollziehbar und transparent zu machen und den Prozess einer Redemokratisierung durch echte Mitsprache und Befugnisse fortzusetzen. Dafür werde ich mich auch weiterhin als “Teil des Systems” zu Wort melden.

  2. KimPimm sagt:

    Meines Erachtens ist unser Streik nicht erfolgsversprechend, wenn nicht Dozierende, Eltern und SchülerInnen mit uns zusammen aufstehen und eine Veränderung einfordern.
    Außerdem, sind wir, wie ja auch Filip=Student schon im Gespräch gesagt hat, als Studierende auch ein Teil des Systems.

  3. blabla sagt:

    Ehrlich gesagt finde ich es unter aller Sau, wie hier kommuniziert wird. Es wird immer von den momentan angagierten Studenten gefordert in den Dialog zu kommen. Jedoch eine andere Vorgehensweise immer als “blabla” abzutun, finde ich mehr als fragwürdig. Wie sollen wir als Studenten momentan ernst genommen werden (nicht nur hochschulintern sondern auch innerhalb der Gesellschaft), wenn wir nicht die andere Seite genauso ernst nehmen? (siehe auch Podiumsdiskussion mit den Parteien: nur weil man nicht der Meinung mancher Parteien ist, muss man nicht unbedingt eine parteiergreifende Redezeit einführen (selbst wenn diese unbewusst war). Bei allem Dagegensein und aller Miesmachung sollte man genauso mal bedenken, was denn gut läuft und beibehalten werden soll. Außerdem sollten sich Leute, die zu solch einem Gespräch gehen, sich bitte vorher mal etwas besser informieren. Ich finde einige Punkte geradezu belustigend, z.B. wenn mehr Mitsprache auf diversen Wegen seitens der Studenten gefordert wird, die bisherigen Möglichkeiten jedoch meistens kaum genutzt wurden. Man kann sich für viele tolle Dinge einsetzen und bei allem den wertenden Finger erheben, nur sollte man sich auch mal bewusst machen, welche Möglichkeiten man bisher schon hätte haben können.

    NUR dagegen sein bringt nichts – reflektiert erstmal KRITISCH (was man ja als angehender Pädagoge können sollte) und mit entsprechendem Hintergrundwissen, was wirklich Aufmerksamkeit geschenkt werden soll und wo man wirklich Handlungsbedarf sehen könnte!!

  4. Martin Fix sagt:

    Liebe Diskussionsteilnehmer,

    das Protokoll gibt weitgehend wieder, was wir besprochen haben.
    Nur ein paar Kleinigkeiten sind nicht ganz korrekt zitiert (z.B. dürfen Studiengebühren nur für die Lehre ausgegeben werden, nicht für alles wie z.B. Forschung – wir setzen sie nur für die Lehre ein). Und Solidarisierung von Dozenten finde ich völlig in Ordnung, ich plädiere nur dafür, zu überlegen, wo man als Teil des Systems schon selbst etwas ändern kann und würde eher hier ansetzen. Als Lehrender hat man dabei einige Möglichkeiten, die Studierende nicht haben. Zugegeben: Als Rektor natürlich noch mehr… – eben hierzu möchte ich doch noch etwas sagen: Ich fände es schade, wenn es mir nicht gelänge, Sie davon zu überzeugen, dass ich den authentischen Dialog mit Ihnen ernst meine und nicht rhetorische Tricks anwende: Wozu denn? Das Ziel nach besserer Bildungsfinanzierung haben wir gemeinsam. Über die Wege können wir gerne diskutieren, auch mal streiten. Aber von einem “Vor-Sich-Hintüfteln” kann wirklich nicht die Rede sein angesichts dessen, welchen Einsatz die tägliche Arbeit im Rektorat und auch in der Landesrektorenkonferenz abverlangt.
    Nach unserer Diskussion am Freitag gab es übrigens bereits weitere Handlungsschritte, über die ich den AStA per Mail informiert habe: Einen Brief an Minister Frankenberg bezüglich der “Globalen Minderausgabe” und die Anordnung zur Umbuchung der Medizinlehraufträge auf den Normalhaushalt. Es bleibt dabei: Vernünftige Vorschläge, die innerhalb unseres Handlungsspielraums liegen, können schnell umgesetzt werden.
    Lassen Sie uns also im Gespräch bleiben.
    Beste Wünsche für das nächste Bildungsjahr 2010, Ihr Martin Fix

  5. ekirlu sagt:

    @ Michael Gans Vielen Dank für diese grandiose Antwort. Sie sprechen mir aus der Seele, denn der Bildungsstreik geht uns alle an – nicht nur als StudentenInnen oder LehrerInnen oder DozentenInnen, sondern auch als Mütter, Väter, Schwestern oder Brüder, Omas und Opas. Im Streik erst, durch die Informationen die wir sammeln wird uns klar, wer eigentlich Bildung macht. Bildung ist der Schlüssel zu aufgeklärten Menschen – nur wer die Fakten kennt kann sich ein Bild machen. Heute wie im 18 Jh. ist es gleichermaßen bedeutend, selbst zu denken, sich eine Meinung zu bilden – und zwar nicht von Meinungsmachern bilden zu lassen – sondern selbst aktiv zu bilden. Und dann entsprechend zu handeln.

    @blabla Und wenn man der Meinung ist, dass das Bildungssystem passt, wie es ist, soll diese Meinung vertreten, oder eben die Teilaspekte schützen, die ihm wichitg sind. Ich kann nur für mich sprechen: Ich bin nicht einfach dagegen, vieles finde ich gut in unserem System, aber ebenso viele Dinge gefallen mir nicht und gegen diese Dinge stehe ich auf. Ich verlange nicht, dass StudentenInnen gegen ihre Überzeigung dem Streik beitreten. Ich verlange, dass StudenInnen sich informieren und zwar umfassend und sich dann ein eigenes Bild von der Situation machen. Und dann erwarte ich, dass sie ihre Meinung vertreten. Ob sie mit meiner übereinstimmt oder nicht ist zweitrangig.

    @KimPimm Natürlich bin ich Teil des Systems. Und die mir zugewiesene Rolle passt mir nicht. Ich will das System und darin meine Rolle verändern. Darüber hinaus spreche ich jeden (Taxifahrer, Busfahrer, Friseusen, Lehrer, Nachbarn) auf den Bildungsstreik an, frage, was sie wissen und ob sie mehr wissen wollen und erzähle dann von dem was wir tun. Bitte sie sich weiter zu informieren und sich gegebenenfalls einzubringen. Egal wie sie zu der Sache stehen. Erst ein Austausch bringt uns weiter. Wir müssen das Thema Bildung als Thema ins Gespräch bringen – bei allen Menschen.

    DENN BILDUNG GEHT UNS ALLE AN!

  6. ekirlu sagt:

    @MartinFix Danke für Ihre Stellungnahme. Auch hier kann ich nur für mich sprechen, aber ich sehe ich Gesprächsangebot als authentisch an. Überhaupt kann ich mich für Ihre Gesprächsbereitschaft nur bedanken. Ich sehe durchaus auch die Chance, dass wir – Sie als Rektor, wir als Studenten – jeder auf seine Weise und dennoch gemeinsam etwas erreichen können.
    Doch unsere Forderungen gehen über “mehr Geld für die Bildung” hinaus. Es geht auch um die Verantwortung des Staates für eine freie Bildung zu sorgen. Frei im Sinne von:
    - für alle zugänglich (keine Studiengebühren und unabhängig vom Bildungsgrad des Elternhauses)
    - und frei von wirtschaftlichen Zwängen (keine Einwirkung auf Inhalte von Forschung und Lehre durch die Industrie oder Konzerne).

    Ulrike Kleinau

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