Wir haben uns in unserer Gruppe mit den internen Problemen bezüglich der Studieninhalte und der Strukturierung unseres Studiums an der PH Ludwigsburg beschäftigt.
Vorschlag für den Forderungskatalog: Wir fordern, dass Studienfreiräume geschaffen werden und dass den Studierenden mehr Selbstverantwortung und Mitbestimmung über ihre Studieninhalte zugesprochen wird! Außerdem fordern wir eine Entschulung und Entbürokratisierung (hinsichtlich einer elektronischen Datenverarbeitung) des Studiums und eine Qualitätssteigerung der Seminare!
Ergebnisse der Diskussionsrunde: Durch die Verschulung von Studiengängen wird die Mündigkeit von Studenten stark eingeschränkt. Ein Studium sollte jedoch zur freien Entwicklung, Selbstständikeit und Entwicklung von Interessenvielfalt beitragen!!! Das Studium ist zu oberflächlich geworden und Expertenbildung ist nur noch bei genügend Zeit- und Geldressourcen möglich! Die Studieninhalte sollten besser auf den späteren Beruf angepasst werden! Es fehlt an Freiräumen hinsichtlich der Möglichkeiten, eigene Schwerpunkte beim Studium zu wählen! Ein qualitativer und sinnvoller Aufbau von Seminaren ist nötig – keine sinnlosen Referatsüberflutungen von Studierenden oder unmotivierte Gruppenarbeiten!!! Dozenten sollten auch das praktizieren, was sie lehren! Außerdem sollte eine Entbürokratisierung des Studiums stattfinden – d.h. eine Bündelung bzw. Vernetzung der Anmeldeverfahren (bis jetzt hat jedes Seminar ein anderes Anmeldeverfahren) und auch der Leistungsnachweise mit Hilfe einer elektronischen Verarbeitung! Den Studenten sollte mehr Eigenverantwortlichkeit in der Organisation ihres Studiums zugetraut werden (weg mit der Anwesenheitskontrolle)! Über die Studienanforderungen und Studieninhhalte sollte mehr Absprache unter den Dozenten stattfinden, um Überschneidungen und Verwirrungen zu verhindern!

Was ich leider nicht ganz verstehe: ihr fordert einerseits eine bessere, gezieltere Vorbereitung auf den späteren Beruf, jedoch gleichzeitig mehr Freiräume als sowieso bisher vorhanden. Widerspricht sich das nicht ein bisschen? Denn für eine gezieltere und bessere Berufsvorbereitung müssten die Studieninhalte noch enger vorgegeben werden.
Zu den Freiräumen ansich: zumindest die Möglichkeiten bei den Lehramtsstudiengängen finde ich durchaus mehr als ausreichend. Man hat in Erziehungswissenschaften, Pädagogische Psychologie, im Grundlagenwahl und -pflichtfach sehr weitreichende Möglichkeiten, Seminare zu belegen, auch nach eigenem Interesse. Meine Erfahrung war an der PH jedoch bisher immer, dass diese überhaupt nicht genutzt werden. Interessante Seminare, die eventuell auch zu ungemütlichen Uhrzeiten liegen, werden weit weniger besucht als Seminare zu den attraktivsten Uhrzeiten, in welchen man eventuell auch nur einen geringen Arbeitsaufwand für einen bestimmten Leistungsnachweis hat. Was die einzelnen Fachwissenschaften angeht: auch hier hat man zumindest bei der Wahl als Hauptfach durchaus gute Möglilchkeiten, Veranstaltungen nach eigenen Interessen zu besuchen. Dass jedoch in den einzelnen Fächern Veranstaltungen verpflichtend sein müssen, da sie Grundlagen für den späteren Unterricht bieten, ist denke ich mal selbstverständlich. Diesen Schrei nach mehr Freiräumen kann ich daher nicht ganz nachvollziehen, es sei denn er bezieht sich nur auf die Bachelor- und Masterstudiengänge. Es wäre daher sehr schön, wenn ihr eure Argumentation etwas offener legen würdet….
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