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	<title>Kommentare zu: Wahrheit und Wirklichkeit</title>
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	<description>Fröhlicher Protest für die Bildung</description>
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		<title>Von: Ludwigsburg - Blog - 06 Jun 2010</title>
		<link>http://www.bildungsstreik-ludwigsburg.de/wahrheit-und-wirklichkeit-790.html/comment-page-1#comment-162</link>
		<dc:creator>Ludwigsburg - Blog - 06 Jun 2010</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 19:37:18 +0000</pubDate>
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		<description>[...] PH Ludwigsburg: Wahrheit und Wirklichkeit &#124; Bildungsstreik PH ... [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] PH Ludwigsburg: Wahrheit und Wirklichkeit | Bildungsstreik PH &#8230; [...]</p>
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		<title>Von: ekirlu</title>
		<link>http://www.bildungsstreik-ludwigsburg.de/wahrheit-und-wirklichkeit-790.html/comment-page-1#comment-160</link>
		<dc:creator>ekirlu</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 23:57:07 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Tino, 

Du sprichst mir mit Deinem Artikel aus der Seele. Es ist nicht das Desinteresse, dass mich frustriert. Es ist nicht die Politik, die mich entmutigt. Es ist die Intoleranz auf allen Seiten der Wahrheit, die Verblendung der Akteure, der unbedingte Wille Erfolge zu erzielen. 

Was mich stört, ist das die Wahrheit immer so hingebogen wird, dass sie förderlich ist, dass Gerüchte gesät werden, um zu polarisieren. 

Der einzige Weg zur Veränderung zum &quot;Guten&quot; - im Streik und allgemein - kann nur Aufklärung der Einzelnen sein. Dazu müssen ebendiese bereit sein, sich darauf einzulassen, alle Seiten zu betrachten und sich ein eigenes Bild zu machen. 

So lange die Menschen nicht bereit sind sich aufklären zu lassen, sich zu bilden, sich aufzuklären, so lange wird sich nichts ändern. 

Und die Bereitschaft wird erst dann da sein, wenn es den Einzelnen schlecht geht. 

Daher wird es wohl erst brennen müssen - und dann sind wieder Menschen da, die einfache Feindbilder anbieten...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Tino, </p>
<p>Du sprichst mir mit Deinem Artikel aus der Seele. Es ist nicht das Desinteresse, dass mich frustriert. Es ist nicht die Politik, die mich entmutigt. Es ist die Intoleranz auf allen Seiten der Wahrheit, die Verblendung der Akteure, der unbedingte Wille Erfolge zu erzielen. </p>
<p>Was mich stört, ist das die Wahrheit immer so hingebogen wird, dass sie förderlich ist, dass Gerüchte gesät werden, um zu polarisieren. </p>
<p>Der einzige Weg zur Veränderung zum &#8220;Guten&#8221; &#8211; im Streik und allgemein &#8211; kann nur Aufklärung der Einzelnen sein. Dazu müssen ebendiese bereit sein, sich darauf einzulassen, alle Seiten zu betrachten und sich ein eigenes Bild zu machen. </p>
<p>So lange die Menschen nicht bereit sind sich aufklären zu lassen, sich zu bilden, sich aufzuklären, so lange wird sich nichts ändern. </p>
<p>Und die Bereitschaft wird erst dann da sein, wenn es den Einzelnen schlecht geht. </p>
<p>Daher wird es wohl erst brennen müssen &#8211; und dann sind wieder Menschen da, die einfache Feindbilder anbieten&#8230;</p>
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		<title>Von: Dano</title>
		<link>http://www.bildungsstreik-ludwigsburg.de/wahrheit-und-wirklichkeit-790.html/comment-page-1#comment-159</link>
		<dc:creator>Dano</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 12:16:09 +0000</pubDate>
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		<description>Wahrheit, absolute Wahrheit, konstruierte Wahrheit und Wirklichkeit - ich halte es lieber so, dass man um die Wahrheit kämpfen sollte. Es gibt viele Perspektiven, von wo aus man eine Sache betrachten kann. Leider setzt sich in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft diejenige Wahrheit durch, die von den Herrschenden formuliert wird. Kritik daran oder ideologiekritische Ansätze im allgemeinen hingegen werden entweder als extremistische Abweichung denunziert oder als  Meinungsexot im politischen Konsensbrei gehegt und gepflegt, meist als Instrument um eigene Gewissensbisse hinsichtlich des herrschenden Meinungstotalitarismus zu mildern. 

Ich habe so meine Probleme mit dem postmodernen Verständnis von Wirklichkeitswahrnehumg. Der Beliebigkeit das Wort zu reden, Klassenstandpunkte zu denkonstruieren und zu delegitimieren, Wahrheiten, die auf empirischer Grundlage stehen und der täglichen Erfahrung von Ausbeutung und Unterdrückung zu relativieren oder sie so zu kontextualisieren, dass sie an Gewicht verlieren - das sind die neuesten philosophischen Maschen der Feuilletonisten, um sozialen Kämpfen den rhetorischen Hals zuzudrehen. Manche Wahrheit müssen allerdings ausgesprochen werden, für ihre Geltung muss gekämpft werden, sie müssen verteidigt werden gegenüber dem herrschenden Meinungsterror von BILD, Spiegel bis RTL aktuell, da wir sonst aufgeben konkrete Utopie zu leben. 

Was die Konstruktion von Feindbildern angeht: man sollte ein weites Instrumentarium an Mitteln benutzen, um seine Positionen und Forderungen zum Ausdruck zu bringen, wenn mans ich in sozialen Kämpfen befindet. Das machen die Herrschenden nicht anders, sie machen es permanent. E Gerücht oder eine fehlinterpretierte Information zu benutzen, um Aufmerksamkeit auf eine gewisse Sache zu ziehen, halte ich daher für taktisch angemessen. Wobei ich das niemandem vom Bildungsstreik vorwerfen möchte.

Eine Vollversammlung finde ich im übrigen eine sehr sinnvolle Angelegenheit. Der AStA hätte die Chance nutzen können im Rahmen der Wahl eine zu veranstalten. Schließlich ist die Studentische Vollversammlung wichtigste und oberste Institutionen studentischer Partizipation.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wahrheit, absolute Wahrheit, konstruierte Wahrheit und Wirklichkeit &#8211; ich halte es lieber so, dass man um die Wahrheit kämpfen sollte. Es gibt viele Perspektiven, von wo aus man eine Sache betrachten kann. Leider setzt sich in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft diejenige Wahrheit durch, die von den Herrschenden formuliert wird. Kritik daran oder ideologiekritische Ansätze im allgemeinen hingegen werden entweder als extremistische Abweichung denunziert oder als  Meinungsexot im politischen Konsensbrei gehegt und gepflegt, meist als Instrument um eigene Gewissensbisse hinsichtlich des herrschenden Meinungstotalitarismus zu mildern. </p>
<p>Ich habe so meine Probleme mit dem postmodernen Verständnis von Wirklichkeitswahrnehumg. Der Beliebigkeit das Wort zu reden, Klassenstandpunkte zu denkonstruieren und zu delegitimieren, Wahrheiten, die auf empirischer Grundlage stehen und der täglichen Erfahrung von Ausbeutung und Unterdrückung zu relativieren oder sie so zu kontextualisieren, dass sie an Gewicht verlieren &#8211; das sind die neuesten philosophischen Maschen der Feuilletonisten, um sozialen Kämpfen den rhetorischen Hals zuzudrehen. Manche Wahrheit müssen allerdings ausgesprochen werden, für ihre Geltung muss gekämpft werden, sie müssen verteidigt werden gegenüber dem herrschenden Meinungsterror von BILD, Spiegel bis RTL aktuell, da wir sonst aufgeben konkrete Utopie zu leben. </p>
<p>Was die Konstruktion von Feindbildern angeht: man sollte ein weites Instrumentarium an Mitteln benutzen, um seine Positionen und Forderungen zum Ausdruck zu bringen, wenn mans ich in sozialen Kämpfen befindet. Das machen die Herrschenden nicht anders, sie machen es permanent. E Gerücht oder eine fehlinterpretierte Information zu benutzen, um Aufmerksamkeit auf eine gewisse Sache zu ziehen, halte ich daher für taktisch angemessen. Wobei ich das niemandem vom Bildungsstreik vorwerfen möchte.</p>
<p>Eine Vollversammlung finde ich im übrigen eine sehr sinnvolle Angelegenheit. Der AStA hätte die Chance nutzen können im Rahmen der Wahl eine zu veranstalten. Schließlich ist die Studentische Vollversammlung wichtigste und oberste Institutionen studentischer Partizipation.</p>
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		<title>Von: Michael Gans</title>
		<link>http://www.bildungsstreik-ludwigsburg.de/wahrheit-und-wirklichkeit-790.html/comment-page-1#comment-158</link>
		<dc:creator>Michael Gans</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 11:41:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungsstreik-ludwigsburg.de/?p=790#comment-158</guid>
		<description>Lieber Tino,

die Einlassungen zu Wahrheit und Wirklichkeit, deren Relativitäten und Konstruktionsmechanismen arbeiten sich wacker an einschlägiger philosophischer und pädagogischer Literatur ab, allein ich verstehe nicht Gans, was diese hier bezwecken sollen?! Soll den Bildungsstreikern ihre Verblendung vorgehalten werden? Oder obsiegen am Schluss doch pyromanische Phantasien des (un-)gewollten Systembrands? Welcher Diskurs bezogen auf welche (außer der eigens konstruierten) Wirklichkeit wird angemahnt? Oder wird die rückläufige und spärliche Teilnahme an jenem beklagt? Aus den Wahrnehmungen des Wintersemesters kann ich feststellen, dass sich die Aktiven des Bündnisses durch penible Informationsbeschaffung und -verarbeitung, große Umsicht und sehr präzise - an der Realität und einer politischen Durchsetzbarkeit orientierte - Forderungen hervorgetan haben. Dabei wurde offenbar etwas überpased, die Leute wollen Prüfung machen, sich wieder um ihr Studium kümmern. Eine Melange aus Frust über die Behäbigkeit der breiten Masse und das momentan (wieder) vorherrschende Desinteresse. Deshalb rate ich dem Bündnis im Sinne der Sache zu einer Vollversammlung, um sich entweder neu legitimieren zu lassen oder den Streik (vorläufig) mangels Unterstützung im laufenden Semester zu beenden. Das Camp ist in seiner jetzigen Form eher gut gemeint... 
Mit solidarischen Grüßen
Michael Gans</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Tino,</p>
<p>die Einlassungen zu Wahrheit und Wirklichkeit, deren Relativitäten und Konstruktionsmechanismen arbeiten sich wacker an einschlägiger philosophischer und pädagogischer Literatur ab, allein ich verstehe nicht Gans, was diese hier bezwecken sollen?! Soll den Bildungsstreikern ihre Verblendung vorgehalten werden? Oder obsiegen am Schluss doch pyromanische Phantasien des (un-)gewollten Systembrands? Welcher Diskurs bezogen auf welche (außer der eigens konstruierten) Wirklichkeit wird angemahnt? Oder wird die rückläufige und spärliche Teilnahme an jenem beklagt? Aus den Wahrnehmungen des Wintersemesters kann ich feststellen, dass sich die Aktiven des Bündnisses durch penible Informationsbeschaffung und -verarbeitung, große Umsicht und sehr präzise &#8211; an der Realität und einer politischen Durchsetzbarkeit orientierte &#8211; Forderungen hervorgetan haben. Dabei wurde offenbar etwas überpased, die Leute wollen Prüfung machen, sich wieder um ihr Studium kümmern. Eine Melange aus Frust über die Behäbigkeit der breiten Masse und das momentan (wieder) vorherrschende Desinteresse. Deshalb rate ich dem Bündnis im Sinne der Sache zu einer Vollversammlung, um sich entweder neu legitimieren zu lassen oder den Streik (vorläufig) mangels Unterstützung im laufenden Semester zu beenden. Das Camp ist in seiner jetzigen Form eher gut gemeint&#8230;<br />
Mit solidarischen Grüßen<br />
Michael Gans</p>
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